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2. Woher kommt die Energie auf der Erde?

 

Die Haupt-Energiequelle der Erde ist die Sonne. Von ihr hängt der gesamte Energiekreislauf unseres Planeten ab. In einer knappen Stunde erreicht die Erde mehr Sonnenenergie, als alle Menschen in einem Jahr verbrauchen.

 

Die Sonne erwärmt die Luft, das Wasser und den Erdboden. Da die Landschaften und die Strahlungswinkel auf der rotierenden Erdkugel sehr verschieden sind, entstehen überall auf der Erde unterschiedliche Temperaturen. Sie streben nach Ausgleich, und so werden Luft und Wasser global in Bewegung gesetzt. Im Zusammenspiel mit der Drehung und der Anziehungskraft der Erde entsteht Bewegungsenergie: Wind und Wellen, Flüsse und Meeresströme. Bewegungsenergie erzeugt auch der Mond mit seiner Anziehungskraft, die den Wechsel von Ebbe und Flut verursacht. Sie wird daher Gezeitenkraft genannt.

 

Der natürliche Treibhauseffekt auf der Erde

Bildquelle: © Richard Stickel, Nina Schumann / www.silberfuchs-verlag.de

 

In der Erde selbst ist Energie gespeichert, die Erdwärme (Geothermie). Im Inneren der Erde herrschen Temperaturen um 6.000 Grad. Außerdem geben radioaktive Elemente wie Uran im Gestein Wärme ab.

 

Erde und Wasser geben die gespeicherte Wärme allmählich wieder an ihre kühlere Umgebung ab, auch ins Weltall. Da jedoch die Gase der Erdatmosphäre einen Teil der Wärme aufnehmen und auf die Erde zurückstrahlen, kühlt die Erde nicht aus. Die Durchschnittstemperatur in Bodennähe liegt bei 15°C – optimal für eine Vielzahl von Lebewesen. Diesem natürlichen „Treibhauseffekt" ist es zu verdanken, dass sich das Leben auf der Erde so vielfältig entwickeln konnte.
 

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