Expertenbeitrag

Vielseitig, einfach, praktisch: QR-Codes in der politischen Kommunikation

Nicht erst seit der Pandemie und den Impf- und Testzertifikaten kennt sie jeder: QR-Codes. Diese im Fachjargon genannte „kamerabasierte Lösung“ soll Vorgänge digitalisieren und beschleunigen – und kommt in etlichen Bereichen des Lebens zum Einsatz. Sie treibt das Prinzip „Mobile First“ auf die Spitze und wird deswegen auch in Zukunft immer häufiger Anwendung finden. Durch ihre Nutzung in der Pandemie scheinen QR-Codes nun auch endgültig in Deutschland angekommen zu sein. Sie leiten in der Regel weiter auf Homepages, können aber auch Adressen, Telefonnummern, Geodaten und vieles mehr beinhalten. Wer QR-Codes in der politischen Kommunikation nutzen will, sollteauf die folgenden Punkte achten.

 

  1. First things first: Was verspricht der Einsatz eines QR-Codes in Ihrem speziellen Anwendungsfall? Der Einsatz sollte Dinge vereinfachen, nicht verkomplizieren. Außerdem sollten sich hinter dem QR-Code nicht dieselben Informationen verstecken, die auf dem Printprodukt ohnehin schon zu lesen sind. Vermeiden Sie daher, Ihren QR-Code lediglich mit einer Landingpage zu verknüpfen. Verlinken Sie zum Beispiel auf Ihr Kandidatenvideo!
  2. Sie sind zu der Entscheidung gekommen, dass ein QR-Code einen klaren Nutzen hat? Dann können Sie ihn ganz einfach erstellen, z.B. auf qrcode-generator.de/. Einfach den Link eingeben, der sich hinter dem QR-Code verbergen soll, auf „Download“ klicken und schon haben Sie Ihren QR-Code.
  3. Jetzt ist es Zeit, den QR-Code einzusetzen. QR-Codes bieten sich vor allem auf Printerzeugnissen an. Sie suggerieren Digitalität und Modernität, nehmen wenig Platz weg und laden doch dazu ein, sich weitergehend zu informieren. Sie sind das Tor in Ihre digitale Welt. Auf Kandidaten- oder Aktionsflyern bieten sich besonders gut an, da hier naturgemäß zu wenig Platz für all die Inhalte und Botschaften ist, die man in die Welt hinaustragen möchte. Auf Wahlplakaten ergeben weniger Sinn. Warum? Sie hängen hoch, erschweren damit das Einscannen und Sie möchten Autofahrerinnen wahrscheinlich nicht dazu motivieren, auf der Straße zu halten, um Ihren QR-Code einzuscannen.
  4. Beim Bedrucken Ihres Printprodukts sollten Sie noch einige Dinge beachten: Drucken Sie den QR-Code nicht zu klein, sodass ihn auch ältere Smartphones mit schlechterer Kamera noch erkennen können. Sorgen Sie aus demselben Grund außerdem für ausreichend Kontrast.

 

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Nun steht Ihrem Einsatz von QR-Codes nichts mehr im Wege. Wozu man sie außerhalb der politischen Kommunikation nutzen kann, lässt sich übrigens in China beobachten und   hier exemplarisch nachlesen. Sie haben weitere Ideen oder Beispiele für die gelungene Integration von QR-Codes in die politische Kommunikation? Schreiben Sie uns gerne an politsnack@kas.de!

Über den Autor

Marcel Schmidt ist Referent für Politische Kommunikation bei der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie Autor und Redakteur im Politsnack. Er hat Politische Kommunikation studiert und war Pressesprecher der CDU in Niedersachsen.

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