"Best Practice": Flüchtlingshilfe und Quartiersmanagement

Seit dem starken Anstieg der Zahlen von Flüchtlingen haben viele Initiativen gezeigt, wie Engagement und Einsatz einen wichtigen Beitrag zum Management der großen Flüchtlingszahlen leisten können. Es gibt ganz unterschiedliche Arten, wie vor Ort konkret geholfen und unterstützt wird.

Mit der vorliegenden Zusammenstellung listet die KommunalAkademie der Konrad-Adenauer-Stiftung eine regelmäßig aktualisierte und erweiterte Auswahl unterschiedlicher Initiativen und Aktivitäten auf, welches auf dieser Seite sowohl nach Orten als auch nach Themen geordnet ist.

Alle aufgeführten Beispiele können Sie auch als PDF runterladen:
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Best Practice nach Themen

Inhalt

1. Fördermittel, Weiterbildung und Organisation
2. Leitfäden, FAQs und Hilfe für Flüchtlinge und Ehrenamtler
3. Einbinden durch Aufgaben und Beschäftigung
4. Einbinden durch Bildung
5. Einbinden durch Aufmerksamkeit und Anteilnahme
6. Einbinden durch Integration in die Gesellschaft
7. Quartiersmanagement: Einbinden durch eine funktionierende Nachbarschaft
8. Auswahl internationaler "Best Practice"
9 Links zu weiteren „Best Practice"-Portalen

 

1. Fördermittel, Weiterbildung und Organisation

 

Fördermittel

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Kommunales Bildungsmanagement – Programm „Lernen vor Ort"
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Neue Förderrichtlinie zur kommunalen Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte
Das kommunale Bildungsmonitoring des BMBF informiert Politik und Verwaltung über Bedingungen, Entwicklung und Ergebnisse von Bildungsprozessen, um eine zuverlässige Grundlage für eine gezielte politische Steuerung zu schaffen. Im Rahmen des Projekts „Lernen vor Ort" wurden in den beteiligten Kommunen Konzepte für eine systematische Abstimmung lokaler Bildungsbereiche in den Themenfeldern Bildungsmanagement, Bildungsmonitoring, Bildungsberatung und Bildungsübergänge entwickelt. Unterstützt wurden die kreisfreien Städte und Landkreise von mehr als 180 deutschen Stiftungen mit Grundpatenschaften vor Ort und bundesweiten Themenpatenschaften.
Mit der 2013 gegründeten Initiative „Transferagenturen Kommunales Bildungsmanagement" sollen die Erfolge von „Lernen vor Ort" in die Breite der kommunalen Bildungslandschaft getragen werden. Transferagenturen unterstützen interessierte Kommunen bei der Entwicklung eines kommunalen Bildungsmanagements.
Seit Sommer 2015 wird die Transferinitiative durch das Programm „Bildung integriert" flankiert, in der die teilnehmenden Kommunen ihre lokalen Bildungsangebote aufeinander abstimmen und zwischen den zentralen Bildungsakteuren Kooperationen eingehen.

Zur Seite des BMBF "Kommunales Bildungsmanagement"


Bürgerstiftungen
Netzwerke zum Helfen

Bundesweit engagieren sich Bürgerstiftungen für Flüchtlinge, indem sie vernetzen, moderieren und fördern. Ein Beispiel ist die Hamburger Bürgerstiftung, die den Fonds „Flüchtlinge & Ehrenamt" koordiniert. Dieser Fonds ist ein Bündnis Hamburger Stiftungen zur Bereitstellung benötigter Ressourcen für ehrenamtlich Engagierte. Ein ähnliches Beispiel ist der in Stuttgart von der Bürgerstiftung gegründete Runde Tisch zum Thema „Qualifikation von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit", den die Bürgerstiftung auch finanziell unterstützt. In Celle finanziert die örtliche Bürgerstiftung Deutschunterricht für Menschen aus Nicht-EU-Ländern in der dortigen Volkshochschule.

→ Zur Seite der Bürgerstiftungen

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Erhöhung des Förderfonds für Flüchtlingskinder
Deutsches Kinderhilfswerk (DKHW)

Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) verfügt über einen Förderfonds für Flüchtlingskinder in Deutschland, den es als Reaktion auf den stark gestiegenen Bedarf auf 100.000 Euro aufstockt. Der Fonds fördert mit bis zu 5.000,00 Euro sowohl Einzelfallhilfe sowie Projekte für Flüchtlingskinder zur Alltagsbewältigung in Deutschland.

→ Zur Seite des Deutschen Kinderhilfswerks

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Institutionenübergreifender Zusammenschluss für Flüchtlinge
Landkreis Böblingen

Im Landkreis Böblingen gibt es ein Netzwerk von engagierten öffentlichen und kirchlichen Einrichtungen und Verbänden, das in Zukunft mit der Unterstützung von Stadt und Landkreis weiter ausgebaut werden soll. Hauptamtliche und Ehrenamtliche arbeiten eng zusammen. Zudem bietet das Netzwerk eine Reihe von Kontaktadressen, um private Hilfe und Spenden über detaillierte Bedarfslisten zu koordinieren.

→ Zur Seite der Stadt Böblingen

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Case Management Integration: Neues Studienangebot für Flüchtlingshelfer
Kreis Lippe

In einem Pilotprojekt im Kreis Lippe bietet eine Kooperation mit der staatlich anerkannten, privaten Fachhochschule des Mittelstands (FHM) und dem in Dörentrup angesiedelten Institut für den Mittelstand in Lippe (IML) ab Januar 2016 die Weiterbildung „Case Management Integration" an. Die Ausbildung umfasst Module zu Gesundheit, Rechtsfragen, Bildung und Grundlagen psychologischer Betreuung traumatisierter Kinder und Erwachsener.

→ Zum Studienangebot für Flüchtlingshelfer

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TaskForce Ressourcen- und Kompetenzbündelung (PDF, 39,4 KB)
Stadt Remscheid

In Remscheid werden Ressourcen und Kompetenzen in dem verwaltungsweiten Projekt „Flüchtlingsunterbringung" konzentriert. Die hierfür genutzten Strukturen haben sich bereits im Management von unvorhersehbar auftretenden Ereignissen mit komplexen Folgen für die Bevölkerung bewährt.

→ Zum Organigramm des Projekts (PDF, 39,4 KB)

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Science4Refugees initiative
Europaweit | Europäische Kommission

Die Europäische Kommission hat die Initiative „Science4refugees" gegründet, mit der sie akademisch gebildeten und zuvor in der Wissenschaft tätigen Flüchtlingen eine Langzeitperspektive vermitteln möchte. Die Initiative vermittelt Flüchtlinge mit einem entsprechenden Hintergrund auf passende Positionen, beispielsweise an Universitäten.
Mittels des Portals „EURAXESS - Researchers in Motion" können sich sowohl interessierte Flüchtlinge und Asylsuchende melden als auch interessierte Institutionen registrieren lassen.

→ Zur Initiative Science4Refugees

 

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2. Leitfäden, FAQs und Hilfe für Flüchtlinge und Ehrenamtler

 

2 Leitfäden, FAQs und Hilfe für Flüchtlinge und Ehrenamtler

Lizenz: Creative Commons CC BY-SA 3.0

Leitfaden für das Ehrenamt mit Flüchtlingen
Caritas-Verband Geldern-Kevelaer

Der Caritasverband Geldern-Kevelaer e.V. hat einen Leitfaden für ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingshilfe im Kreis Kleve herausgegeben. Das Dokument enthält Adressen, Hintergrundinfos sowie praktische Tipps und beantwortet rechtliche Fragen. Darüber hinaus gibt es Hinweise und Anregungen zur Freizeitgestaltung mit Flüchtlingen und Informationen zum Thema „interkulturelle Kompetenz". Es thematisiert auch die Schwierigkeiten, wenn freiwillige Helfer an persönliche Grenzen stoßen.

→ Zum Leitfaden der Caritas

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Leitfaden/FAQ zur Flüchtlingssituation in Deutschland
Gemeinde Bedburg

Die Gemeinde Bedburg stellt auf ihrer Webseite einen „Leitfaden" bzw. eine Liste mit häufig gestellten Fragen zum Flüchtlingsthema bereit. Sie beantwortet Fragen zu Begriffen wie „Erstaufnahme" oder „Anschlussunterbringung", zu Flüchtlingszahlen oder zur Finanzierung der staatlichen Maßnahmen. Zudem gibt sie Hinweise, wie sich Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich engagieren können oder wo Geldspenden sinnvoll eingesetzt werden.

→ Zum Leitfaden der Gemeinde Bedburg

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Handbuch für Flüchtlingsfragen des Landes Baden-Württemberg (PDF, 1,8 MB)
Land Baden-Württemberg

Das Land Baden-Württemberg hat ein Handbuch für Flüchtlingsfragen aus der Praxis für die Praxis erarbeitet. Unter Einbindung vieler Engagierter aus der Flüchtlingsarbeit in Baden-Württemberg wurde mit deren Anregungen und Hinweisen ein Leitfaden erstellt, der sowohl die organisatorische Seite des Flüchtlingsengagements als auch den direkten Umgang mit Flüchtlingen thematisiert und erleichtert. Das Handbuch gibt es mittlerweile bereits in der dritten Auflage.

→ Zum Handbuch für Flüchtlingsfragen (PDF, 1,8 MB)

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Wörterbuch für Feuerwehr-Einsatzleiter
Stadt Arnsberg

In der Stadt Arnsberg gibt es eine mehrsprachige Einsatzhilfe für Feuerwehr-Einsatzleiter, diese insbesondere Führungskräfte unterstützen soll, wenn diese mit Menschen in Kontakt kommen, die der deutschen Sprache nicht oder nur teilweise mächtig sind.

→ PDF des Einsatz-Wörterbuchs der Feuerwehr Arnsberg zum Download

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Per App durch den Asyl-Dschungel
Stadt Dresden/Stadt Witten

In Dresden hilft eine privat entwickelte Willkommens-App Flüchtlingen, sich in Deutschland besser zurechtzufinden. Die Stadt Witten hat ihre Stadtführer-App um Infos für Flüchtlinge erweitert. Mittels eines freien WLAN-Netzes kann kostenlos auf die Inhalte der App zugegriffen werden.

→ Zum Artikel im Tagesspiegel

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Smartphone-App „Essen kompakt"
Stadt Essen

Eine von Mitarbeitern einer lokalen Digitalagentur in ihrer Freizeit entwickelte App informiert in Essen über die Flüchtlingssituation in der Stadt und gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen. Mit Hilfe einer Push-Funktion können sich Bürgerinnen und Bürger über wichtige Nachrichten schnell und unkompliziert informieren lassen.

→ Zum Pressemitteilung der Stadt Essen

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Flüchtlings-App: „Welcome to North Rhine-Westphalia"
Land Nordrhein-Westfalen

Das Land Nordrhein-Westfalen hat eine App für Flüchtlinge mit dem Titel „Welcome to North Rhine-Westphalia" in den Sprachen Englisch, Französisch, Hocharabisch und Deutsch aufgelegt. Darin stellt das Land den Nutzern Basis- Informationen zur Verfügung und soll bei der Orientierung in Nordrhein-Westfalen behilflich sein. Funktionen der App sind etwa ein Fragen-und-Antworten-Katalog zu Themen wie dem Asylverfahren, Gesundheitsfragen oder den Bereichen Wohnen und Sport. Außerdem kann sich die Nutzerin bzw. der Nutzer der Welcome-App mittels einer interaktiven Karte über den Ort informieren, an dem er oder sie sich gerade aufhält. Ein „Phrasebook" ermöglicht eine rudimentäre Verständigung in den wichtigsten Lebenssituationen.

→ Die App ist abrufbar im Google PlayStore

→ Weiterführende Informationen zu der App bietet das Landesportal „Wir in NRW"

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Interaktive Karte der Flüchtlingsinitiativen
Landkreis Ortenau

Im Landkreis Ortenau stehen viele der neuen Arbeitskreise in den Städten und Gemeinden noch am Anfang ihrer Arbeit und haben das Problem der mangelnden öffentlichen Bekanntheit. Die Mittelbadische Presse hat deshalb eine interaktive Karte der Flüchtlingsinitiativen im Kreis erstellt und betreibt gemeinsam mit Hitradio Ohr einen Wegweiser, wo und wie sich Bürger vor Ort engagieren können.

→ Zur Pressemitteilung

→ Zur Seite des Kreises Ortenau

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Sach- und Zeitspenden werden zentral koordiniert
Kreis Düren

Der Kreis Düren gibt Bürgerinnen und Bürgern allgemeine Informationen zur Flüchtlingshilfe: Um das Engagement besser koordinieren zu können, wurde zudem die Internet-Seite „Wir helfen" eingerichtet. Interessierte können ihre Sach- und Zeitspenden direkt in eine Online-Datenbank eingeben.

→ Zur Seite des Kreises Düren

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„Willkommens-Stadtplan" in fünf Sprachen
Stadt Leipzig

Die für Migrantinnen und Migranten wichtigen Anlaufstellen in der Stadt Leipzig erklärt ein „Willkommens-Stadtplan" in den Sprachen Deutsch, Russisch, Englisch, Spanisch und Arabisch.

→ Zum Stadtplan

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WillkommensABC: Bilderwörterbuch zum Sprachenunterricht
Bundesweit

26 Illustratoren für 26 Buchstaben: Die Künstlerin Anna Karina Birkenstock hat zusammen mit 25 Kolleginnen und Kollegen über die arsEdition GmbH in München ein WillkommensABC in Form eines Bilderwörterbuchs für Flüchtlingskinder produziert, welches sie für verschiedene Endgeräte kostenfrei zum Download bereitstellt. Die Idee dahinter lautet, dass Bilder Barrieren überwinden können, wo die Sprache nicht ausreicht. Die Ziele sind vor allem, Flüchtlingen einen einfachen, schnellen und ansprechenden ersten Zugang zur deutschen Sprache zu ermöglichen sowie Helfer und Flüchtlinge bei der Kommunikation zu unterstützen. Dazu sind über 150 Begriffe in Deutsch und Englisch benannt und kindgerecht illustriert.

→ Zur Seite

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Leitfaden: „Deutschland. Erste Informationen für Flüchtlinge"
Konrad-Adenauer-Stiftung | Berlin | Sankt Augustin

Der Leitfaden fasst wesentliche Informationen über Deutschland zusammen, die jeder Neuankömmling wissen sollte, um das Land besser zu verstehen. Die Themen reichen von grundlegenden Fakten über rechtliche Fragen bis hin zu wichtigen ethischen Gesichtspunkten, welche die Grundlage des Zusammenlebens in einem demokratischen Rechtsstaat bilden. Alltagspraktische Hinweise für die ersten Schritte in der neuen Umgebung und ein kurzer Sprachteil runden die Informationen ab.

→ Hier finden Sie Informationen zum Inhalt und einen verlinkten Bestellschein

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Leitfaden „Engagiert für Flüchtlinge: Ein Ratgeber für Ehrenamtliche" (PDF, 1,0MB)
Hanns-Seidel-Stiftung e.V. | München

Die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung bietet mit ihrem Leitfaden für Ehrenamtliche ein kompaktes Überblickswerk zu Arten und Tätigkeitsbereichen ehrenamtlicher Flüchtlingshilfe sowie praktischen Hinweisen etwa zur Organisation ehrenamtlichen Engagements, zum Ablauf deutscher Asylverfahren und zum Selbstverständnis ehrenamtlicher Helfer.

→ Hier gelangen Sie zum Leitfaden „Engagiert für Flüchtlinge: Ein Ratgeber für Ehrenamtliche" der Hanns-Seidel-Stiftung (PDF, 1,0MB)

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Glossar „Asyl – Flucht – Migration. Von A wie Asyl bis Z wie Zuwanderung"
Hanns-Seidel-Stiftung e.V. | München

Zu den Projekten des Themenschwerpunkts „Migration, Flucht und Asyl" der Hanns-Seidel-Stiftung zählt auch dieses Glossar, das zahlreiche Begriffe und Verfahren im Zusammenhang des Dreiklangs „Asyl – Flucht – Migration" alphabetisch aufführt sowie knapp und prägnant erläutert.

→ Link zum Glossar „Asyl – Flucht – Migration" der Hanns-Seidel-Stiftung

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Integration von Flüchtlingen - Gute Ideen bundesweit
tagesschau.de

Auf der Website der Tageschau findet man unter der Rubrik „Inland" eine bundesweite Übersichtskarte zu Initiativen aller Art, die sich ehrenamtlich für Belange von Flüchtlingen und Asylsuchenden einsetzt.
Ein Hinweis auf diese Übersichtskarte findet sich auch in der Linksammlung in Kapitel Neun dieser Publikation.

→ Zur Karte der Tagesschau

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3. Einbinden durch Aufgaben und Beschäftigung


3 Einbinden durch Aufgaben und Beschäftigung

Lizenz: Creative Commons CC BY-SA 3.0

Projekt „Wir zusammen"
Nordrhein-Westfalen | Düsseldorf

Die Initiative „Wir helfen" ist eine von Ralph Dommermuth, dem Gründer und Vorstandsvorsitzenden der United Internet AG, gegründete Plattform und wird von verschiedenen Unternehmen in Deutschland und von deren Mitarbeitern unterstützt. Ziele sind die positive Gestaltung von Zuwanderung und der Einsatz für Menschen mit Fluchterfahrung im Sinne einer nachhaltigen Hilfe und einer langfristigen Integration. Auf der Website von „Wir zusammen" können Unternehmen ihre Projekte vorstellen, wodurch ein Überblick über die bereits angestoßenen Maßnahmen entsteht. Außerdem sollen so weitere Unternehmen sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Gründung einer dauerthaften Integrations-Initiative animiert werden. Branche, Sitz und Größe des Unternehmens sind dabei nicht von Bedeutung.

→ Weitergehende Informationen bietet die Website der Initiative

→ Hier findet sich ein Überblick über die bereits gestarteten Projekte

→ Zudem stellt die Website Informationen zur Gründung eigener Projekte bereit

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Interkulturelle Gärten – geschützte Räume für Halt und Orientierung
Niedersachsen | Braunschweig

Seit fast 20 Jahren gibt es in Deutschland Interkulturelle bzw. Internationale Gärten. Den Anfang machte 1986 Göttingen – 2009 waren es (laut Wikipedia) bereits 80 bestehende Gärten deutschlandweit, mit 60 weiteren in Planung. Die Idee hinter den Gärten lautet: Gärtnern ist gut für die Seele, schafft Gemeinschaft und ist produktiv.

→ Zur Pressemitteilung

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Kupferfabrik bietet kostenlose Deutschkurse
Sachsen-Anhalt | Hettstedt

Ein Hettstedter Kupferhersteller bietet unentgeltlich Deutschkurse für Flüchtlinge an. Neben der positiven öffentlichen Resonanz ist dies für die Firma auch eine Möglichkeit, neue Mitarbeiter anzuwerben.

→ Zur Meldung auf Tagesschau.de

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Brücke über die Bahn – Flüchtlinge helfen bei Koffertransport
Baden-Württemberg | Schwäbisch Gmünd

Viele Bürgerinnen und Bürger aus Schwäbisch Gmünd hatten eine Brücke über die Bahnschienen am Bahnhof während dessen Sanierung kritisiert. Da sich die Bahn nicht zuständig fühlte, hier Abhilfe zu schaffen (der Zugang zum Bahnsteig wäre ja immerhin durch die Brücke gegeben gewesen), hat der Oberbürgermeister Richard Arnold die in der Stadt untergebrachten Flüchtlinge um Hilfe gebeten. Diese haben umgehend und gerne, ausgestattet mit T-Shirts der Stadt und ihren aufgedruckten Namen, für die Bahnreisenden die Koffer über die Brücke getragen.
Das Vertrauen der Menschen zueinander hat sich darin gezeigt, dass Reisende der DB den helfenden Flüchtlingen an der Bahnbrücke ihre Kinder anvertraut haben, während sie selber ihre Koffer transportierten – was wiederum von den Flüchtlingen als ein großartiger Vertrauensbeweis in ihrer neuen Umgebung empfunden wurde. Das Ergebnis der gesamten Aktion war sogar, dass die Bahn eingelenkt hat. Vor Ort hat diese Beschäftigung eine sehr positive Resonanz auf allen Seiten erzeugt.
Quelle: Protokoll des Günter Rinsche-Kreises 2015 der KommunalAkademie, Wortbeitrag von Herrn Oberbürgermeister Richard Arnold, Schwäbisch Gmünd

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4. Einbinden durch Bildung


4 Einbinden durch Bildung

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Asylothek – mit Bildung gegen Langeweile und Hoffnungslosigkeit
Bundesweit

In Nürnberg, Mittenwald, Hof, Plauen, Starnberg und Bonn organisieren ehrenamtlich Engagierte eine Bibliothek für Flüchtlinge. In der „Asylothek" soll mit Bildung gegen Langeweile und Hoffnungslosigkeit vorgegangen werden.
Das Interieur und die Medien sind Sachspenden von großer Bandbreite und das Angebot reicht von Sprachkursbüchern und -CDs über fremdsprachige Literatur bis hin zu Kinderbüchern und Bildbänden.

→ Zur Pressemitteilung

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Roland Berger Stiftung
Bundesweit

Als freier Träger der Jugendhilfe nimmt sich die Roland Berger Stiftung unbegleiteter minderjährige Flüchtlinge an: In Ingolstadt betreibt die Stiftung zwei Einrichtungen und unterstützt sie mit einem bildungsfokussierten Förderprogramm unter dem Dach der „Das Deutsche Schülerstipendium Stiftungs-Gesellschaft mbH". Deren Ziel ist es, den Jugendlichen eine neue Heimat zu geben, ihnen einen begabungsgerechten Schulabschluss zu ermöglichen und ihnen so die Wege zu einem eigenverantwortlichen Leben in Deutschland zu ebnen.

→ Weitere Informationen bietet der Internetauftritt des Förderprogramms

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Ausbildungsplätze für Flüchtlinge
Bremen

Um jungen Flüchtlingen eine nachhaltige berufliche Perspektive zu verschaffen, bietet die Bremer Verwaltung zusammen mit Handwerks- und Handelskammer bis zu 50 Plätze zur Einstiegsqualifizierung für verschiedene Berufsausbildungen an.

→ Zum Ausbildungsportal der Stadt Bremen

→ Info-Flyer zum Download (PDF, 161 KB)

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Programm „W.I.R. – work and integration for refugees"
Hamburg

Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, die Agentur für Arbeit Hamburg, das Jobcenter team.arbeit.hamburg und weitere Kooperationspartner haben das Programm „W.I.R - work and integration for refugees" ins Leben gerufen. Das Programm orientiert sich am Modell der Jugendberufsagenturen und orientiert die relevanten Leistungen und Prozesse an den Bedürfnissen der Flüchtlinge als Zielgruppe.

→ Zur Pressemeldung

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Universität Hildesheim: Schnupperstudium für Flüchtlinge
Niedersachsen | Hildesheim

Menschen mit Fluchterfahrung, die eine akademische Ausbildung begonnen oder abgeschlossen haben und sich für ein Hochschulstudium in Deutschland interessieren, können sich an der Universität Hildesheim für ein sogenanntes „Schnupperstudium" einschreiben. Dies umfasst neben der Teilnahme an verschiedenen Lehrveranstaltungen und der Orientierung an der Universität bzw. im akademischen Raum auch Deutschkurse und ein Tandemprogramm zwischen den Studierenden mit Fluchterfahrung und Kommilitonen desselben Faches oder, in vielen Fällen, Studierenden des Faches „Deutsch als Fremd- bzw. Zweitsprache (DaF/DaZ)". Innerhalb des Schnupperstudiums können keine Studien- oder Prüfungsleistungen erbracht werden, die später angerechnet werden könnten. Dafür ist das Schnupperstudium kostenfrei und es werden keinerlei zertifizierte Vorkenntnisse verlangt bzw. Eignungsfeststellungsverfahren durchgeführt.

→ Hier gibt es Informationen zum Schnupperstudium an der Universität Hildesheim

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Malen ohne Zahlen
Nordrhein-Westfalen | Düsseldorf

Mehrmals wöchentlich fährt der Kunstbus des Vereins „KRASS e.V." in Flüchtlingsunterkünfte, um dort mit Flüchtlingskindern und Jugendlichen zu malen und zu basteln. So sollen die jungen Menschen ihre Kreativität ausleben und besser Traumata verarbeiten können.

→ Zur Seite des Vereins Krass e.V.

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Künstler Hasan Deveci malt mit syrischen Flüchtlingskindern
Nordrhein-Westfalen | Köln

Der Kölner Künstler Hasan Deveci gibt syrischen Flüchtlingskindern die Möglichkeit, in seinem Atelier mit Hilfe der Malerei auszudrücken, was sie erlebt haben. Dies soll ihnen helfen, diese Erlebnisse zu verarbeiten und ihre Selbstheilungskräfte zu stärken.
Hasan Deveci stammt aus der Türkei und ist Künstler, Kunstpädagoge und Kunsttherapeut. Seit September 2014 können Flüchtlingskinder zwischen 8 und 14 Jahren in seinem Atelier ihre Erfahrungen verarbeiten. Deveci kennt den Flüchtlingsalltag. Er selbst musste als Kurde aus seiner Heimat fliehen.

→ Zur Seite des Kunstprojektes für Flüchtlingskinder

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5. Einbinden durch Aufmerksamkeit und Anteilnahme

5 Einbinden durch Aufmerksamkeit und Anteilnahme

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Ferienfreizeit für Flüchtlingskinder
Baden-Württemberg | Heilbronn

Die Ferienzeit auf dem Gaffenberg in Heilbronn für Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg steht auch Flüchtlingskindern offen.

→ Zur Meldungs auf Tagesschau.de

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Booklet of Participation - Ein studentisches Projekt ermöglicht Teilhabe an Sport und Kultur
Berlin

Ein studentisches Projekt ermöglicht Teilhabe an Sport und Kultur

„BoP - Free tickets for refugees" ist eine Initiative von Studentinnen und Studenten des Sport- und Eventmanagements der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Berlin. Um die alltägliche und oft triste Lebenssituation von jungen Flüchtlingen zu verbessern, stellten sie ein Booklet aus Eintrittskarten zu Sport- und Kulturveranstaltungen zusammen und verteilten dieses an jugendliche Flüchtlinge im Berliner Raum. Mehr über die Kultur- und Sportaktivisten können Sie auf ihrer Facebook-Seite oder auf ihrer Homepage erfahren.

→ Zur Facebook-Seite des Projektes

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Aus Bad Godesberg wird „Good Godesberg"
Nordrhein-Westfalen | Bonn

Kommunalpolitik nimmt durch Transparenz und Einbindung die Bürger mit: Im Herbst letzten Jahres wurde beschlossen, dass ein leerstehendes Gebäude des ehemaligen Landesvermessungsamtes im Bonner Stadtteil Bad Godesberg für die Unterbringung von Flüchtlingen bereitgestellt werden soll. In dem durchaus
angesehenen Viertel um die Muffendorfer Straße wurde von Anfang an Wert darauf gelegt, dass die ansässigen Bürger informiert und mit eingebunden werden.
Ein weiterer Aspekt der Flüchtlingshilfe in Bad Godesberg sind einmal im Monat stattfindende Besuche mit den Flüchtlingen bei ortsansässigen Friseuren, die den Flüchtlingen die Haare schneiden. Mit neuer Frisur fühlen sich diese direkt freundlicher aufgenommen. 

→ Informationen zum Projekt „Good Godesberg" finden sich auf der Website der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

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Refugees Freude schenken: Einladungen zu Erntedank-Essen
Nordrhein-Westfalen | Bonn

Die Bonner Initiative „Refugees Freude schenken" hat sich im August 2015 gegründet, um im Raum Bonn und im Rhein/Sieg-Kreis die Flüchtlingsunterkünfte mit der Organisation von Freizeitaktivitäten verschiedenster Art zu unterstützen.
Es gibt zudem eine „Einsatz-Taskforce", die von den Unterkünften mit einer Reaktionszeit von manchmal weniger als einer Stunde angefordert werden kann. Die Unterkünfte müssen dazu lediglich eine E-Mail an die Initiative senden und Angaben zu Ort, Anzahl der benötigten Helfer und Art der Tätigkeit(en) machen.
Im Oktober und November 2015 hat die Initiative beispielsweise private Erntedank-Einladungen von Bonner Bürgern für Flüchtlinge in Bonn organisiert. Der Gedanke dabei war die persönliche Begrüßung für jeden einzelnen Flüchtling.

→ Zur Seite "Refugees Freude schenken"

→ Zur Themenseite Thanksgiving

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Gelebte Ökumene – Raum für Begegnung
Rheinland-Pfalz | Café Intern@tional, Büchenbeuren

Das Café International ist ein kirchliches Gemeinschaftsprojekt aus der kleinen Gemeinde Büchenbeuren im Hunsrück. Es bietet Kaffee, Tee, Kaltgetränke sowie Kuchen und Plätzchen. Darüber hinaus werden die Flüchtlinge aus dem Ort von Ehrenamtlichen in Dingen des alltäglichen Lebens unterstützt, z.B. bei der Übersetzung von Briefen.
Das Café, das sowohl von einheimischen Bürgern als auch von Flüchtlingen mit aufgebaut wurde, hat innerhalb kürzester Zeit ein Miteinander von unterschiedlichen Kulturen und gesellschaftlichen Gruppen geschaffen. Hier kommen die Menschen in Kontakt und gestalten ihre persönliche Umgebung gemeinsam in gegenseitiger Wertschätzung.

→ Zur Seite

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Hebammen unterstützen Flüchtlinge
Saarland | Lebach

Weil die Betreuung von örtlichen Flüchtlingen im saarländischen Lebach nicht gewährleistet ist, haben sich Hebammen zusammengetan. Sie leisten freiwillig Hilfe für Menschen, die noch keinen Aufenthaltsstatus oder Papiere haben.

→ Zur Pressemitteilung

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Thema Willkommenskultur
Saarland | Kulturpolitische Mitteilungen

In der 150. Ausgabe der Kulturpolitischen Mitteilungen schreibt Staatsministerin Monika Grütters zum Thema „Willkommenskultur". Sie kündigt eine Initiative „Kultur öffnet Welten" an. Diese Initiative soll eine stärkere Öffnung der Kulturinstitutionen für Migranten und Flüchtlinge erreichen. Ein zentraler Grund für dieses Bestreben erklärt Staatsministerin Grütters in ihrem Artikel: „Der kulturellen Integration kommt wegen der übergreifenden kommunikativen Potenziale eine Schlüsselfunktion bei der gesellschaftlichen Integration zu."

→ Download "Kultur öffnet Welten" (PDF, 459 KB)

Dazu passt eine aktuelle Meldung im Kölner Stadtanzeiger vom 28. September 2015. Die Mannschaft des Kölner Schauspielhauses übernimmt die Patenschaft für zwei Flüchtlingsheime. Es ist geplant, Theaterprojekte mit Kindern und Erwachsenen zu machen.

→ Zur Pressemitteilung "Refugees Welcome – Das Schauspiel Köln engagiert sich."

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Hilfe im Umsonstladen
Sachsen | Chemnitz

Fahrräder und Fahrradteile sowie andere Sachspenden sammelt die Chemnitzer Kampagne „Save me". In der Anlaufstelle „Umsonstladen" in der Leipziger Straße erfolgt die Verteilung an Flüchtlinge.

→ Zur Seite "Save me Chemnitz"

→ Zur Facebook-Seite "Umsonstladen Chemnitz"

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6. Einbinden durch Integration in die Gesellschaft

6 Einbinden durch Integration in die Gesellschaft

Lizenz: Creative Commons CC BY-SA 3.0


„Flüchtlinge Willkommen"
Bundesweit in Großstädten

Die Non-Profit-Organisation „Flüchtlinge Willkommen" mit Sitz in Berlin vermittelt bundesweit Privatwohnungen an Flüchtlinge. Das Konzept beruht auf vier Schritten: Menschen mit Wohnungsplatz (idealerweise eine WG) melden sich und geben Informationen über die Rahmenbedingungen der Wohnung und des für den Flüchtling verfügbaren Zimmes. Alternativ können sich auch Flüchtlinge melden, die ein Zimmer suchen. In verschiedenen Sprachen werden die benötigten Informationen von ihnen erfragt. Dann wird in einem Matching-Verfahren der Kontakt zwischen Wohnungssuchendem und Wohnraumanbieter hergestellt. Der Verein unterstützt die Anbieter bei der Suche nach Sponsoren bzw. der Finanzierung der Miete über Klein- bis Kleinstspenden. Das Programm sieht nicht vor, dass Mieter für den neuen Mitbewohner die Miete selbst aufbringen. Sind die Rahmenbedingungen geklärt, zieht der neue Mieter ein.

→ Zur Seite "Flüchtlinge Willkommen"

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Projekt "Wohnen für Flüchtlinge"
Baden-Württemberg | Stadt Konstanz

Eine neue Projektgruppe in Konstanz koordiniert zentral die am Thema Unterbringung beteiligten Verwaltungseinheiten. Sie unterstützt bei der Suche nach Unterkünften für Flüchtlinge und ermöglicht es Bürgerinnen und Bürgern, nutzbare Flächen und Gebäude online zu melden.

→ Zur Seite "Flüchtlinge in Konstanz"

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„Stuttgarter Modell": Zentrale Koordination dezentraler Hilfe
Baden-Württemberg | Stuttgart

Die Stadt Stuttgart hat ein stadtweites Modell zur Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen entwickelt – das „Stuttgarter Modell". Es sieht als wesentliches Merkmal vor, dass Flüchtlinge dezentral in allen Stadtbezirken untergebracht werden. Für die soziale Betreuung der Flüchtlinge vor Ort und die pädagogische Heimleitung sind Freie Träger der einzelnen Einrichtungen zuständig. Zusätzlich haben sich verschiedene Gruppen ehrenamtlich engagierter Bürger in derzeit 28 Flüchtlingsfreundeskreisen organisiert, die von der Stadt zentral koordiniert werden. Neben Sachspenden wurde in einzelnen Einrichtungen ein ausschließlich über externe Dienstleister bereitgestelltes, freies WLAN eingerichtet.

→ Zur Seite "Stuttgart - Wir für Flüchtlinge"

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„Start with a friend"
Berlin

In Berlin kümmert sich die Initiative „Start with a friend" um die Vermittlung von „Freunden" als eine Art „persönliche Berater" oder Coaches im täglichen Leben von Flüchtlingen. Zentral ist dabei ein Kontakt, der persönlich, unkompliziert und Augenhöhe erfolgt. Das Ziel ist der Aufbau einer langfristigen Bindung und ein gegenseitiges Lehren und Lernen.
Die Hilfe für die Flüchtlinge kann Orientierung in der Stadt sein, aber auch Sprachvermittlung, Wohnungssuche oder das Durchführen bzw. das Beantworten von Schriftverkehr umfassen. Eine „Freundschaft" sollte mindestens für ein halbes Jahr angelegt sein und pro Woche etwa zwei bis drei Stunden in Anspruch nehmen.
Die Initiative unterstützt Helfende mit Rat, Leitfäden und Infoblättern.

→ Zur Seite "Start with a friend"

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Willkommen in Osthessen
Hessen | Fulda

Bereits seit dem Jahr 2009 gibt es in Fulda die Initiative „Welcome-In". Filmabende, Podiumsdiskussionen und Lesungen gehören ebenso zum Programm des Vereins wie konkrete Hilfe für Flüchtlinge in Form von Sprachkursen oder Asylberatung.

→ Zur Seite "Welcome INitiative"

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Erzbistum Köln: „Aktion Neue Nachbarn"
Nordrhein-Westfalen | Köln

Die Ende 2014 durch den Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki begonnene „Aktion Neue Nachbarn" wendet sich geflohenen Menschen aus allen Teilen der Welt zu, die im Erzbistum Köln untergebracht sind. Ziele der Aktion sind die Hilfe und der Dienst am Menschen aus christlicher Nächstenliebe sowie die dazu hilfreiche Vernetzung unterschiedlichster Akteure und Helfer von innerhalb und außerhalb der Kirche.

→ Hier finden Sie online die Seite der „Aktion Neue Nachbarn"

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Besondere Willkommenskultur seit 20 Jahren
Nordrhein-Westfalen | Wuppertal

In Wuppertal gibt es seit 20 Jahren eine besondere Willkommenspolitik gegenüber Zuwanderern. Die Stadt konnte so ihre kontinuierliche Schrumpfung stoppen. Heute haben ca. 35 Prozent ihrer Bürger ausländische Wurzeln.
Im Jahr 2013 kamen über 4500 Menschen aus anderen Ländern in die Stadt, darunter knapp 700 Flüchtlinge. Das erste Unterbringungskonzept der Stadt Wuppertal wurde 1993 ausgearbeitet. Heute leben ca. 80 Prozent der Flüchtlinge in privaten Wohnungen und Neuankömmlinge können durchschnittlich nach fünf Monaten aus ihrer Übergangseinrichtung in eine eigene Wohnung ziehen.
2014 hat die Stadt 18 Mio. Euro für die Flüchtlingsbetreuung aufgewendet.
Quelle: Reportage, Kölner Stadt-Anzeiger (KStA) vom 16. Januar 2015, S. 12.

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Ehrenamtliche Hilfe für Flüchtlinge seit 2012
Schleswig-Holstein | Pinneberg

Der 2012 im schleswig-holsteinischen Pinneberg gegründete Verein „Brücken der Kulturen" unterstützt Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bei der Integration in die deutsche Gesellschaft. Ehrenamtliche Helfer geben Deutschunterricht, organisieren Tanz- und Kochkurse oder bieten Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe an. In Reaktion auf die Flüchtlingssituation wird jetzt ein Patenprojekt für ohne ihre Eltern reisende junge Flüchtlinge organisiert.

→ Zur Facebook-Seite "Brücken der Kulturen e.V."

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7. Quartiersmanagement: Einbinden durch eine funktionierende Nachbarschaft

7 Quartiersmanagement Einbinden durch eine funktionierende Nachbarschaft

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Projekt „Soziale Stadt"
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Das Bundesumweltministerium (BMUB) veröffentlicht in Bezug auf Quartiersmanagement Informationen zu dem vom Bund geförderten Programm „Soziale Stadt". Auf der Website des Ministeriums werden Hintergründe, Inhalte, Zielsetzungen sowie Fördermöglichkeiten erläutert und hilfreiche Verlinkungen zu weiterführenden Portalen und Veröffentlichungen bereitgestellt.

→ Zur Seite des Programms "Soziale Stadt"

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Quartiersmanagement Berlin
Berlin

Auf der zentralen Website des Berliner Quartiersmanagements finden sich sowohl aktuelle Informationen rund um das Konzept des Quartiersmanagements in Berlin als auch konkrete Details zu den Projekten in den einzelnen Stadtteilen.
In der Übersicht der an den Projekten beteiligten „Quartiere" bietet das Berliner Quartiersmanagement detaillierte Zahlen und Fakten etwa zu Umfang, Wohnsituation, Handlungsschwerpunkten und Kontaktmöglichkeiten der Projekte.

→ Zu den Veröffentlichungen des Quartiersmanagements Berlin

→ Überblick in Print-Format (PDF, 3,7 MB)

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Projekt MANDIE – Handbuch für Stadtteilmanager (PDF, 3 MB)
Stuttgart

Die Abteilung Wirtschaftsförderung der Stadt Stuttgart hat im Jahr 2011 ein Handbuch herausgegeben, in dem sie anhand der Ergebnisse des Projektes MANDIE (Managing District Centres in Northwest Europe) praktische Anregungen zur Wiederbelebung von Stadtteilen bietet.
Das Projekt wurde zwischen 2008 und 2011 durchgeführt. Das Handbuch behandelt beispielsweise die im Rahmen von MANDIE durchgeführten Maßnahmen in Stuttgart, Frankfurt am Main und Hagen. Außerdem gibt es einen Überblick über Stadtteilmanagement als Studienschwerpunkt in Studiengängen zu öffentlicher Verwaltung, Stadtplanung und Wirtschaftswissenschaften.

→ Kostenfreier Download des Handbuches als PDF (3 MB)

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Stiftung Zukunft Berlin – Stadt der Bürger
Berlin

Die gemeinnützige „Stiftung Zukunft Berlin" zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements, der Bildung und der Kultur ist die organisatorische Stütze eines Netzwerks von über 200 engagierten Bürgerinnen und Bürgern in Gruppen aus fünf bis 15 Mitgliedern.
Die Stiftung bringt Bürgerinnen und Bürger mit Multiplikatoren und Entscheidern aus der Politik zusammen, organisiert Veranstaltungen zum Meinungsaustausch, bietet Plattformen für Positionen und ermöglicht die Übernahme von Verantwortung. Das Ziel sind nicht einzelne Projekte, sondern der daraus resultierende Antrieb für strukturelle Veränderungen in Stadt und Gesellschaft.
Zu den Projekten der Stiftung zählen auch Ideen und Konzepte zur nachhaltigen Gestaltung von Vierteln, (inner)städtischen Arealen und Wohnraum.

→ Zur Seite der Stiftung

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8. Auswahl internationaler "Best Practice"

8 Auswahl internationaler Best Practice Beispiele

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Comparative Study on the best practices for the integration of resettled refugees in the EU Member States (2013) (PDF, 1,38MB)

Europäische Union | Brüssel | Europäisches Parlament

Das Europäische Parlament hat 2013 eine vergleichende Studie veröffentlicht, die sich mit der Zuwanderung und der Integration von geflohenen Menschen in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union beschäftigt. Dabei nimmt Sie auch Bezug auf Good bzw. Best Practice in der Flüchtlingsintegration.
Konkret untersucht die Studie den politischen Rahmen und die Diskussionen über Zuwanderung und Integration sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene. Im Anschluss erfolgt eine Beschreibung internationaler Richtlinien und Empfehlungen, etwa des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) zur Integration von zugewanderten Flüchtlingen. Auf dieser Basis werden anhand von 16 nationalen Beispielen die jeweiligen Situationen in den Mitgliedstaaten beleuchtet. Zum Schluss werden Möglichkeiten zu einer effektiveren Integrationspolitik im Hinblick auf zugewanderte Flüchtlinge genannt und analysiert.

→ Weitere Informationen bietet eine pdf-Version der „Comparative Study on the best practices for the integration of resettled refugees in the EU Member States" (PDF, 1,38MB)

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Gemeinschaft Sant‘Egidio

Italien | Latium | Rom

Seit 1979 nimmt sich die römisch-katholische Gemeinschaft Sant'Egidio in verschiedenen europäischen Staaten gefohener und vertriebener Menschen an. Kernelement des Konzeptes der Gemeinschaft ist konkrete Hilfe durch die Ermöglichung von Begegnungen und die Gründung von Initiativen für Fremde und Flüchtlinge als symbolische „Schlüssel" zum Eintritt in eine neue Gesellschaft. Neben Sprachkursangeboten „vor Ort" in den Landessprachen verschiedener europäischer Staaten stellen die Einrichtungen von Sant‘Egidio einen Ort der Begegnung, der Kultur und der Freundschaft dar. Seit 2001 bietet die Gemeinschaft in Italien regelmäßige berufsbildende Kurse an und vermittelt in ihrer Schule auch Grundlagen eines demokratischen Systems und Themen der Integration. Außerdem betreibt die Gemeinschaft Projekte zu Wohnungen für Flüchtlinge und Ausländer, Mensen, medizinische Ambulanzen sowie Beratungszentren für Immigranten. Die Engagierten von Sant'Egidio handeln auf der Grundlage einer caritativen Mission und dem Dienst am Menschen, angetrieben von Ihrer katholischen Überzeugung und christlicher Nächstenliebe. Die Gemeinschaft ist aber trotz ihres katholischen Fundamentes religionsübergreifend orientiert und begeht auch Feste wie den Ramadan als gemeinsame Feiern, während muslimische Frauen bei den Vorbereitungen etwa der Weihnachtsfeierlichkeiten helfen. Mittels der Bewegung „Menschen des Friedens" streitet Sant'Egidio für ein besseres Zusammenleben von Einheimischen und Fremden „vor Ort", stößt beispielsweise in Wohnvierteln Initiativen zur Stärkung der Solidarität und der Begegnung an und fördert eine Kultur des Zusammenlebens auf lokaler und überregionaler Ebene.

→ Detaillierte Informationen zur Arbeit der Gemeinschaft von Sant'Egidio finden sich auf deren Website

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La buona accoglienza - Die gute Aufnahme (PDF, 1,30MB)

Italien | Fondazione Leone Moressa

Die Leone Moressa-Stiftung (Fondazione Leone Moressa) hat im Januar 2016 eine vergleichende Analyse in italienischer Sprache zu nationalen Systemen der Aufnahme von Flüchtlingen publiziert. Inhaltlich konzentriert sich die Analyse auf Italien und Europa, berücksichtigt die Verfahren zur Beantragung von Asyl und beschreibt Neuerungen in den italienischen Regelungen. Über den nationalen Rahmen hinaus betrachtet die Analyse in vergleichender Perspektive fünf weitere europäische Mitgliedstaaten (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweden und Ungarn). In Kapitel Sieben der Analyse werden zudem Beispiele für „Good Practice" (Buone pratiche) sowohl in ausgewählten italienischen Kommunen als auch in den Ländern Deutschland, Frankreich und Schweden präsentiert.

→ Hier finden Sie einen Link zur pdf-Version der Studie „La buona accoglienza" in italienischer Sprache (PDF, 1,30MB)

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International Catholic Migration Committee (ICMC) Europe
Schweiz | Kanton Genf | Genf

Die Internationale Katholische Migrationskommission für Europa mit Sitz in Genf hat im Rahmen des Netzwerks „SHARE" eine englischsprachige Publikation zum Thema „A Place to Live, A Place to Stay - A Good Practice Guide for Housing in Refugee Resettlement" herausgegeben. Das Ziel sind Hilfestellungen bei der lokalen Organisation von Wohnraum für Flüchtlinge, von Integration sowie von der Ermöglichung eines guten und erfolgreichen Lebens in der aufnehmenden Gesellschaft.

→ Weitere Informationen finden Sie auf der Website des ICMC

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9 Links zu weiteren „Best Practice"-Portalen


EU-geförderte „Best Practice" – Beispiele
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

→ Listen zum Download

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Stiftungen und Flüchtlingshilfe
Bundesverband Deutscher Stiftungen

Vernetzungsplattform mit Stiftungen, die sich für Flüchtlinge engagieren, eingeteilt in Bereiche wie „Integration" und „Bildung", jeweils mit einer kurzen Beschreibung ihrer Aktivitäten

→ Zur Seite Stiftungen.org

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Ihr Engagement für Flüchtlinge
Caritas Deutschland

→ Interaktive Karte

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Wie Sie Flüchtlingen helfen können
Die Zeit Online

→ Interaktiver Leitfaden/Ideengeber für Flüchtlingsengagement

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Integration von Flüchtlingen – Gute Ideen bundesweit
Tagesschau Online

→ Interaktive Karte

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wie-kann-ich-helfen.de
Wie kann ich helfen?

Informations-Portal über Hilfsprojekte für Flüchtlinge in Deutschland.

→ Zur Seite

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Ansprechpartner

Philipp Lerch Leiter der KommunalAkademie Tel. +49 2241 246-4213 Fax +49 2241 246-54213 philipp.lerch@kas.de