Asset-Herausgeber

Was ist Populismus?

Populismus kommt vom lateinischen Wort „populus“ und bedeutet „Volk“. Er beschreibt eine politische Haltung oder Strategie, die darauf basiert, „das Volk“ als eine einheitliche, moralisch überlegene Gemeinschaft gegenüber einer als korrupt und abgehoben empfundenen „Elite“ abzusetzen.

Asset-Herausgeber

Populist*innen

behaupten, sie seien die einzigen, die den „wahren“ Willen des Volkes vertreten. Diese Haltung führt zu einer scharfen Gegenüberstellung – „Wir gegen die“. Dies verstärkt politische und gesellschaftliche Spaltungen.

Populismus ist keine festgelegte politische Richtung; er kann sowohl in linken, rechten oder auch in gemäßigten Bewegungen auftauchen. In Europa und weltweit hat Populismus in den letzten Jahren vor allem durch soziale Unsicherheiten, wirtschaftliche Veränderungen und politische Entfremdung an Bedeutung gewonnen. Globalisierung, Digitalisierung und Migration beeinflussen die Lebensrealitäten vieler Menschen und schaffen Ängste und Unsicherheiten, die populistische Akteur*innen für ihre Zwecke nutzen.

Populismus wird für viele Menschen zur attraktiven Alternative in einer Zeit großer gesellschaftlicher Veränderungen und Ängste. Er kann dabei demokratische Prozesse in Frage stellen, vor allem wenn er sich gegen etablierte Institutionen richtet und einfache Antworten auf komplexe Probleme verspricht.