International Civic Education Summit 2026
Ein Jahr nach dem ersten International Civic Education Summit laden wir erneut nach Berlin ein – am 4. November 2026, mit einem neuen Thema und Gästen und Gästinnen aus der ganzen Welt. Dieses Jahr steht der Summit unter dem Thema Partizipation: Wie befähigt politische Bildung Menschen zur Teilhabe und was können wir international voneinander lernen?
Was ist der International Civic Education Summit?
Der International Civic Education Summit ist ein jährliches Fachforum für politische Bildung im internationalen Kontext, organisiert von Arolsen Archives, der Heinrich-Böll-Stiftung und der Konrad-Adenauer-Stiftung. Er bringt Forschende, Bildungs- und Erinnerungsinstitutionen sowie zivilgesellschaftliche Akteure aus aller Welt zusammen. Er schafft Raum für den Austausch konkreter Methoden und Projekte sowie zu den Fragen, die uns alle bewegen: Wie stärken wir Demokratie durch Bildung? Was können wir aus der Geschichte oder aus der Gegenwart lernen – und voneinander, über Grenzen hinweg? Und wie reagiert politische Bildung auf die Herausforderungen unserer Zeit?
Rückblick: Summit 2025
Der erste International Civic Education Summit 2025 brachte rund 170 Expertinnen und Experten aus sechs Kontinenten nach Berlin. In Panels, Keynotes und Table Talks präsentierten Praktikerinnen und Praktiker aus 16 Ländern ihre Arbeit – von digitaler Erinnerungsarbeit über Jugenddialoge bis hin zu Graswurzelinitiativen. Der Summit zeigte: Die Herausforderungen politischer Bildung sind global miteinander verbunden und die Antworten darauf sind vielfältiger, als man denkt.
Thema 2026: Partizipation
Partizipation ist ein zentrales Versprechen der Demokratie und steht zugleich unter Druck. Weltweit wird Teilhabe zunehmend eingeschränkt, sei es durch autoritäre Entwicklungen, wachsende soziale Ungleichheiten oder tiefgreifende Veränderungen der Öffentlichkeit. Beteiligung droht dabei zur bloßen Formalität zu werden, statt reale Gestaltungsmacht zu eröffnen.
In der politischen Bildung ist Partizipation sowohl Ziel als auch Methode. Demokratisches Handeln lässt sich nicht allein vermitteln – es muss erfahren und eingeübt werden. Dafür braucht es geeignete Rahmenbedingungen: in Schulen und Gedenkstätten, in digitalen Räumen ebenso wie in Institutionen, die ihre eigenen Strukturen partizipativer gestalten wollen.
Der Summit 2026 nimmt Partizipation aus drei Perspektiven in den Blick: als Frage von Macht und Zugang, als Prozess des Lernens und der Befähigung sowie als organisatorische Herausforderung. Im Zentrum steht die Aufgabe, Beteiligung so zu gestalten, dass sie ihre echte Wirkung entfaltet.